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Dich begrüßen meine Lieder, Teures Land: Bavaria!
Könnt' ich doch in deinen Schatten wohnen, Flurenbuntes schönes Partnachtal! Säuselnd über Felsen sich ergießen Sehen deines Faukens Silberfall.
Einsam nach St. Anton möcht' ich wallen, Nach der Schattenlaube, dicht verzweigt; Wo, bestreut mit Hütten, menschenrege, Sich das Tal dem Blick' am Besten zeigt. Wo auf hainbedecktem Fuß der Kramer Ragt, die Scheitel wolkbekränzt, Jenseits Garmisch aus den Bergen brausend Gleich dem Silberschmelz die Loisach glänzt. Wo in Mitte finstrer Tannenwälder Hellern Grünes sich die Buche hebt, Aus der Bergeskett' im Hintergrunde Stolz der Daniel gen Himmel strebt. Hoher Andacht voll wünscht' ich zu wandern Nach der Werdenfelser Burgruin', Wo ehrwürd'ger Vorzeit Schattenbilder Still im Dämerlicht' vorüberzieh'n. Schön ist es, wo im Kanizengrunde Hygieias heil'ger Quell entspringt Und dem armen leidensvollen Dulder Trost und Heilung die Najade bringt; Schön, wo über grausenvoller Tiefe In der Klamm die Wunderbrücke hängt, Wo durch taubenetzte Felsenwände Hochaufschäumend sich die Partnach zwängt. Schön sind, Bayerns Hochland! deine Täler, Deiner Berge felsgeschmückte Au'n. Unvergleichbar schön im Partnachtale Sind Alpinas Wunder anzuschau'n! Wo des königlichen Zugspitz Stirne Ewig die Demanten Krone trägt, Die des Herrschers dieser Bergesriesen Hocherhab'nes stolzes Haupt bedeckt.
Vogt, Karl Wilhelm (Pseudonym: Wilhelm Volkgart.) München, 1834
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