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Der Münchner Bierkrawall 1843 PDF Drucken E-Mail
Geschichte & Geschichten
Donnerstag, den 04. Februar 2010 um 08:43 Uhr

Abb. 1 „Rrrrechts um!“ Spottbild auf die Bürgerwehr. Holzschnitt von Stauber aus den „Fliegenden Blättern“ Abb. 1 „Rrrrechts um!“ Spottbild auf die Bürgerwehr. Holzschnitt von Stauber aus den „Fliegenden Blättern“

Aus Pecht „Aus meiner Zeit“.

In dieser Zeit (1843) brachen die ersten Unruhen aus, welche das Jahr 1848 voraus verkündeten. Ganz charakteristisch für München hatten sie als Veranlassung eine unbedeutende Erhöhung des Bierpreises, welche aber die Massen sehr erbitterte.

Am Vorabend derselben schlug ein Pöbelhaufen bei einer Anzahl Bräuer die Fenster ein und verübte anderen Unfug, ja das angesichts der Akademie liegende Pschorrbräuhaus wurde förmlich demoliert, trotz Polizei, Landwehr- und Kürassierabteilungen, die alle zu spät ankamen und, selber ärgerlich über die Brauer, sehr wenig guten Willen zur Steuerung des Unfugs bezeugten. Ein paar Tage herrschte nun ein förmlicher Belagerungszustand, der freilich nicht verhinderte, daß das Krawallmachen in die Mode kam und alle Welt sich an den Gedanken bewaffneten Widerstandes gegen die Staatsgewalt gewöhnte. Die vielen Willkürakte von oben, wie die Brutalität der Polizei hatten allmählich eine gereizte Stimmung erzeugt, und die frühere große Beliebtheit des Königs Ludwig ging rasch ans die Neige.

Abb. 1 „Rrrrechts um!“ Spottbild auf die Bürgerwehr. Holzschnitt von Stauber aus den „Fliegenden Blättern“

 

 

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