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Alt-Münchner Fasching PDF Drucken E-Mail
Land & Leute
Mittwoch, den 03. Februar 2010 um 13:51 Uhr

Abb. 1 Der Wirtsgarten in Schwabing. Nach einem Gemälde von Anton Ebers. Auf Stein gezeichnet von Th. Driendl Abb. 1 Der Wirtsgarten in Schwabing. Nach einem Gemälde von Anton Ebers. Auf Stein gezeichnet von Th. Driendl

Ludwig Steub plauderte im Jahre 1842 in der „Allgemeinen Zeitung“ über den Karneval:

Wir denken einiges über den heurigen Karneval zu berichten und wollen zuerst an die Maskenbälle gehen. Die Maskenbälle sind ja doch eigentlich die Kirmesfahne, die das Hoftheater aushängt, zum Zeichen, daß jetzt der Mummenschanz erlaubt sei und die Saturnalien beginnen können. So beginnen auch wir mit ihnen. Unter einem Maskenball sollte man sich von vornherein wohl etwas recht Kurzweiliges vorstellen - einen Tummelplatz der Faschingslust, einen lauten Fechtboden des Witzes, ein keckes Stelldichein verborgener Liebe, wo mit üppigen Worten getändelt, mit gefährlichen Geheimnissen gespielt wird, wo leichtfertige Wünsche und verfehmte Gedanken ungescheut vollführt werden, weil die Fastnachtsflagge für den Abend die verbotene Ware deckt; hinter den schwarzen Masken brennende Sinne, verlangende Augen, auf den Zungen Scherzworte und lüsternes Geflüster; nebenher stille Winke, verstohlener Händedruck - alles bunt durcheinander in phantastischen Farben, in labyrinthischen Bewegungen, kichernd, lachend, lärmend, alles sinnlich aufgeregt und im hellen Rausch der Freuden.

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Sonntag in der Biedermeierzeit PDF Drucken E-Mail
Land & Leute
Dienstag, den 16. Februar 2010 um 00:00 Uhr

Abb. 1 Der Hofgarten Abb. 1 Der Hofgarten

Felix von Schiller in seinem Büchlein über München vom Jahre 1843.

Morgen im englischen Garten

Der englische Garten wird eigentlich viel zu wenig von den Münchnern gewürdigt. Die vornehme Welt fährt und reitet darin spazieren, der echte Münchner benützt ihn aber nicht an und für sich, sondern nur als Durchgang zu den in seiner Nähe liegenden Orten, Neuberghausen, Föhring, Brunntal, Schwabing usw., wo gutes Bier ist.

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Die Sonntagskinder PDF Drucken E-Mail
Land & Leute
Mittwoch, den 03. Februar 2010 um 09:41 Uhr

Abb. 1 Hofarchitekt Leo von Klenze. Steinzeichnung von J. Fertig Abb. 1 Hofarchitekt Leo von Klenze. Steinzeichnung von J. Fertig

Geselligkeit im Hause Wilhelm Kaulbachs. Aus „Erinnerungen an Kaulbach und sein Haus“, niedergeschrieben und herausgegeben von Kaulbachs Tochter Josepha Dürck.

Der Sonntag Abend war Ende der vierziger Jahre im Kaulbachschen Hause der Geselligkeit gewidmet. Eine große Zahl von Freunden fand sich regelmäßig ein, und mit ernsten und heiteren Gesprächen, mit Musik und Dichtkunst, und interessanten Vorträgen aller Art verflossen die Stunden rasch. Die Bewirtung war dabei die denkbar einfachste: es gab jedesmal Kalbsbraten mit Kartoffelsalat, allerdings beides von der Mutter mit besonderem Verständnis und so vortrefflich zubereitet, daß heute noch der „Kaulbachsche Kalbsbraten“ eine traditionelle Berühmtheit genießt.

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Künstlergesellschaften PDF Drucken E-Mail
Kultur
Mittwoch, den 03. Februar 2010 um 09:35 Uhr

Abb. 1 Blick auf München mit der Praterinsel Abb. 1 Blick auf München mit der Praterinsel

Friedrich Pecht war acht Jahre von München fern; im Jahre 1843 kam er wieder und erzählt über seine Eindrücke, die er vom Münchner Kunstleben gewann:

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Die Humpenburg PDF Drucken E-Mail
Geschichte & Geschichten
Mittwoch, den 03. Februar 2010 um 08:58 Uhr

Abb. 2 Ludwig von Schwanthaler. Steinzeichnung von J. Bergmann (1839) Abb. 2 Ludwig von Schwanthaler. Steinzeichnung von J. Bergmann (1839)

Franz Trautmann schildert in seinem Buche „Ludwig Schwanthalers Reliquien“, das zwar im Hinblick auf die Tatsachen nicht unbedingte Glaubwürdigkeit beanspruchen kann, aber die Stimmung glücklich einfängt, den frohen Künstlerkreis um Schwanthaler:

Zwei Genossenschaften bestanden zu Ludwig Schwanthalers Zeiten nebeneinander: die Bärenschaft - und jene von der Humpenburg. Da traf etwas ein; hiedurch wurden sie beide in Eines verschmolzen. Damit ging es so.

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