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Der erste Eindruck der „Braut von Messina“ erwies sich, vollkommen objektiv gesprochen, als überwältigend. Meine Wahl gerade dieses Werkes war eine wohlüberlegte gewesen. Dasselbe ist das am wenigsten volkstümliche unseres volkstümlichsten Dramatikers, also nicht abgespielt, wie die übrigen. Es ist feierlich bis zum Fremdartigen; keineswegs ein Schicksalsdrama im gewöhnlichen Sinne, wozu es eine kurzsichtige Kritik hier und da hat stempeln wollen, sondern eine Gattung für sich, in welcher das klassische und das romantische Ideal organisch verbunden erscheinen; geschrieben in einer Sprache, die in ihrer eigentümlichen Klangfarbe, ihrem streng gemessenen und doch beflügelten Rhythmus zur Musik wird. Mit besonderer Vorliebe habe ich mich, seit ich überhaupt die szenische Reproduktion großer Tragödien betreibe, auf diese „Braut von Messina“ geworfen, welche von den meisten deutschen Bühnen in die Ecke geschoben und, meines Wissens, auf einer außerdeutschen niemals versucht worden ist. Sie kommt mit ihren Aufzügen und Chören, mit dem ganzen äußerlichen Apparat der Handlung meinem, ich muß beinahe glauben, angeborenen Hang zu Massenentwicklungen und Massenwirkungen auf der Bühne verführerisch entgegen .....

Da ich keine Theatergeschichte schreibe, sondern nur das Märchen meines Lebens erzähle, brauche ich den Verlauf des Gesamtgastspiels hier nicht zu verfolgen. Der Erfolg war am ersten Abend entschieden, wuchs mit jeder Vorstellung, wie die Ziffern der Einnahmen unwiderleglich dartun, verbreitete sich in die höchsten wie in die niedrigsten Kreise und spiegelte sich auch in den Urteilen der Presse ab, die aus allen Enden und Ecken Deutschlands ihre Vertreter gesendet hatte. Sie waren meiner Einladung folgend, erschienen, unter ihnen die anerkanntesten Namen. Sogar ein paar Franzosen, Engländer, Italiener fanden sich ein, sodaß die „Fliegenden Blätter“ den Einzug der Berichterstatter zum Gesamtgastspiele durch eine Illustration verherrlichen konnten, auf welcher Hottentotten, Chinesen, Indianer, Grönländer in ihren Nationaltrachten, die Schreibtafel und den Operngucker umgehängt, einherstolzierten. Auch sämtliche fremden Souveräne, die den Glaspalast besuchten, sprachen im Theater vor und nahmen Teil an dem Gastspiele: der Kaiser von Österreich, König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, die Königin der Niederlande, der König von Sachsen, der mir beim Abschied sagte: „In Ihrem Hause ist`s wohl schön, aber schöner noch in meinen Bergen“, und der zwei Tage darauf an der Schwelle dieser Berge seinen plötzlichen, traurigen Tod fand, alle ernestinischen Fürsten, der Kurfürst von Hessen, der, weil er inkognito bleiben wollte, sich meiner Loge landesväterlich bediente. . .

Abb. 2 Aloys Senefelder, Erfinder der Lithographie. Steinzeichnung von Franz Hanfstaengl (1834)Über das Fernbleiben meiner Kollegen, der Bühnenvorstände und der Bühnendichter, mußte ich mich beruhigen; sie glänzten, obwohl geziemend eingeladen, durch ihre Abwesenheit. Eine gleich bezeichnende Ausnahme von der Regel machte in einer anderen Richtung die Münchener Lokalpresse. Indes die auswärtigen Zeitungen, unter ihnen die größten und mächtigsten Organe der Öffentlichkeit, übereinstimmten in der Anerkennung sowohl meines Unternehmens, wie der einzelnen Kunstleistungen, ergingen sich kleine Tageblätter Münchens in einer gesinnungstüchtigen Negation, von deren Ton die nachfolgende Probe einen Begriff geben mag. Die „Bayerische Landbötin“ brachte Donnerstag, 27. Juli 1854 eine Theaterkritik, welche also beginnt: „Dienstag, 25. Juli. Mit aufgehobenem Abonnement. Neunte Gesamtgastspielvorstellung. Kabale und Liebe, Trauerspiel in 5 Aufzügen von Schiller. Bei Siriushitze und erhöhten Preisen ins Theater gehen, anstatt ins Wasser, ist auch klassisch. Das Haus war vollgepackt wie ein Faß Sardellen.“ Und so weiter. Zum Schluß hieß es: „Dort sitzt einer; er zählt die Häupter seiner Lieben und sieh`: ihm ist viel Geld geblieben. Auch der Hamster sammelt sich Vorrat im Sommer, um im Winter davon leben zu können. Den sieben fetten Kühen können sieben magere folgen, und es wird eine Zeit kommen, wo Abrahams Nachkommen sich vergebens nach den Fleischtöpfen Ägyptens zurücksehnen werden.“ Welch ein Standpunkt dem ganzen Unternehmen und der einzelnen Vorstellung gegenüber! Gerade ,,Kabale und Lieber zündete so mächtig, schlug so erschütternd ein und durch, daß die Aufführung wiederholt werden mußte. In dem wunderbaren Finale des zweiten Aktes standen nebeneinander gleichzeitig auf der Bühne: Meister Anschütz als Geiger Miller, - Mama Haizinger als Millerin, - Emil Devrient als Ferdinand, - als Luise Marie Seebach, deren Stern in dem Gesamtgastspiel zuerst aufging, - Kaiser als Präsident. Und das vor einem im vollen Sinne des Wortes europäischen Publikum.

Als der Vorhang gefallen war, raste ein minutenlanger Beifallssturm durch das Haus, wie er stärker niemals in einer italienischen Oper gehört worden ist, und auf dem Wege zur Bühne, wohin ich eilte, meinen Gästen zu danken, drängten sich wildfremde Leute in Scharen an mich heran, glückwünschend und huldigend. Im Foyer feierten mich mit jubelndem Zuruf die Studenten, welche zu diesem Stück massenhaft herbeigeströmt waren, wie sie immer tun, wenn Jugend zur Jugend spricht. Darauf dann, zwei Tage später, eine solche „Kritik“, welche freilich von der Polizeidirektion konfisziert wurde! Ein Jammer über das heiße, das überfüllte Haus! Ein Münchner Klagelied gegen die Münchner Intendanz, die mit fremden Kräften und aus einem großenteils fremden Publikum Einnahmen und Erübrigungen erzielte! Wie es aber um die „erhöhten“ Preise bestellt war, möge der Leser selbst beurteilen: ein Stehplatz im Parterre kostete 48 Kreuzer, ein Parkettsitz 1 Fl. 30 Kr., die Galerie 24 Kr., eine viersitzige Loge in den vier Rängen 6, 9, 10, 11 Gulden.

Einmal bei Ziffern angelangt, will ich auch nicht unterlassen, den Freunden der Statistik zu Liebe, in meine Plauderei ein paar ernsthafte „Tabellen“ einschalten, betreffend: die Personal- und die Repertoirechronik und die Kassaresultate des Gesamtgastspiels. Es fanden vom 11. bis zum 31. Juli zwölf Vorstellungen statt: Die Braut von Messina, Minna von Barnhelm (zweimal gegeben), Nathan der Weise (am Tage der Eröffnung des Glaspalastes, 15. Juli), Faust (zweimal), Emilia Galotti, Egmont, Maria Stuart, Kabale und Liebe (zweimal), Elavigo und der zerbrochene Krug. Schlußvorstellung: Faust.

Mitwirkten zwölf auswärtige Gäste, zehn einheimische Mitglieder: Anschütz, Emil Devrient, Döring, Frau Haizinger, Hendrichs, Kaiser, La ^roche, Liedtke, Fräulein-Luise Neumann, Frau Rettich, Schneider, Fräulein Marie Seebach; Christen, Dahn, Frau Constanze Dahn, Frau Marie Dahn-Hausmann, Fräulein Damböck, Fräulein Denker, Haase, Jost, Lang, Straßmann.

Abb. 3 Geheimrat Friedrich Wilhelm Thiersch, Universitäts-Professor Steinzeichnung von L. ThierschMag das Gesamtgastspiel bisher (1879) keinen Ableger getrieben haben, darüber sollen die Schriftgelehrten sich weiter freuen; daß es rasch und reich in Blüten schoss, kann mit dem besten Willen niemand von ihnen leugnen. Und zwar nicht blos Blüten auf der Bühne, sondern auch im Salon. München war im wunderheißen Julimond außerordentlich gesellig. Der Hof, die Minister, die Diplomaten, die haute finance sahen täglich Leute. Gelehrte und Künstler ließen sich gleichfalls nicht lumpen; sie lumpten vielmehr lustig mit. Ein Abend in der Woche gehörte Liebigs, ein anderer Kaulbachs, ein dritter Dönniges, ein vierter Dingelstedts. Überall standen die Schauspielgäste im Mittelpunkt der aus interessanten Fremden und notabeln Einheimischen bunt gemischten Kreise; sie spielten die ersten Rollen aus dem Theater in der Soiree fort. Ich gedenke mit Wonne und Wehmut einer attischen Nacht bei uns, wo eine übermütige, improvisierte Komödie, frei nach Kotzebues „Landhaus an der Heerstraße“, aufgeführt wurde unter Dörings Leitung. Zuletzt verlangte das junge Volk stürmisch zu tanzen. Dem berechtigten Wunsch stand ein Paragraph meines Mietvertrages entgegen, in welchem ich mich verpachtet hatte, bei mir nicht tanzen zu lassen. Mein erlauchter Hausherr, Graf Montgelas, brauchte zwar keineswegs für die Plafonds oder Parketten seines Baues zu zittern, da derselbe ein durchaus solider war; aber er wollte Ruhe über seinem Kopfe haben. Wer verdenkt es ihm? Ein Hansbesitzer gewiß nicht. An ihn schickte ich denn, von allen Seiten gedrängt, die Bitte um ausnahmsweisen Dispens von dem Verbote: Antwort: der Herr Graf werde sie, die Antwort nämlich, selbst bringen. Er kam kurz vor Mitternacht und tanzte mit meiner Frau die Française. Ein Kavalier von vornehmen Manieren und vornehmen Gesinnungen. Er befand sich keineswegs im Lager von Neu-München, ebensowenig in dem entgegengesetzten, welchem er mit Unrecht zuweilen wohl beigezählt wurde. Als ich über Nacht - fast buchstäblich über Nacht: vom – 29. Januar auf den 1. Februar 1857 - entlassen wurde, besuchte er mich auf die erste Nachricht von meinem Sturz und bat mich, bei ihm wohnen zu bleiben, falls ich die Absicht hätte, zu kündigen; den Betrag der Miete möge ich selbst bestimmen. Dieses Anerbieten habe ich ihm niemals vergessen, wie auch seine artige Gastrolle nicht bei dem Sommernachtsreigen in seinem Hause, der nicht eher auseinander stob, als bis auf dem Karolinenplatz volle Tageshelle herrschte.

Ihren Höhepunkt erreichten die geselligen Feste in dem Bankett, welches die Intendanz im Namen und auf Befehl des Königs ihren Gästen Montag, den 24.Juli, im großen Foyer des Hoftheaters gab. Dasselbe dauerte von zwei Uhr nachmittags bis in den späten Abend, der deswegen keine Vorstellung brachte, und vereinigte zu einer in der Tat seltenen Tafelrunde die zwölf Gäste, die ersten Mitglieder und Beamten der Münchner Hofbühne, die Vertreter der Presse, einige Notabilitäten der Kunst und Wissenschaft. Obgleich es jetzt hergebracht ist, das Menu und die Toaste derartiger Zweckessen mit gewissenhafter Treue zu veröffentlichen, wenn nicht zu „verewigen“, so will ich dem geneigten Leser die aufgewärmten Schüsseln erlassen und von den Trinksprüchen nur den Inhalt der offiziellen mitteilen. Wie natürlich begann ich mit einem wohlverdienten, wohlaufgenommenen Dank und Hoch auf König Max. Dann folgten: Emil Devrient: auf Franz Dingelstedt, den Schöpfer . . . . usw. Charta erubescit. Regisseur Christen: den zwölf Gästen. Regisseur Hölken: Frau Jenny Dingelstedt-Lutzer, doppelt die Unsere, als Künstlerin und als Intendantin. Meister Anschütz: das gastliche Bayernland und seine kunstreiche Hauptstadt München. F.G. Kühne aus Leipzig: der Einigkeit, der Einheitlichkeit aller Künste. Armand Bachet aus Paris: Au revoir à Paris, l`année prochaine. Hendrichs: der Presse. Wolfgang Müller aus Köln: den Frauen. Den größten Eindruck von allen Rednern brachte Grunert hervor, der bekannte, nun auch schon dahingeschiedene Charakterdarsteller aus Stuttgart. Er befand sich ursprünglich unter den Geladenen, hatte die Einladung angenommen, aber obwohl die württembergische Hofbühne fest geschlossen war, wie alljährlich im Juli, den zu seiner Beteiligung am Gesamtgastspiele nötig erachteten Urlaub nicht erhalten. . . . Als Dreizehnter ein Opfer des Schicksals, sprach er folgendes, von ihm selbst verfasstes Gedicht:

„Ihr rieft mich vom lieblichen Schwabenland,
mit Euch zu opfern am Isarstrand.
Ihr Glücklichen opfert, - doch ich bin gebannt.

Ihr labt Euch an der kastalischen Quelle,
taucht froh in des Liedes erfrischende Welle,
ich – sitz` auf dem Trocknen, auf sandiger Stelle.

Ein Zauberbaum bietet Euch frohen Genuß
hoch unter der Krone; ich stehe am Fuß
und spiele - nein, lebe den Tantalus!

Wer wär` in diesem glänzenden Kreise,
der die Qual nicht verstände, die herbe und heiße,
nicht glaubte, daß ich Euch glücklich preise?

Ihr windet den frischen, blühenden Kranz
Um die Ehrensäule des Künstlerstands
frei unter den Augen des Vaterlands!

Ihr züchtigt die hämische Lüge, die dreist
das Priestergewand von den Schultern Euch reißt,
denn brüderlich dient ihr dem deutschen Geist!

Euch segnet Germania im Eichenkranze,
und ich - - - ich sonne mich mit in dem Glanze,
denn was Ihr erreicht, Ihr erreicht es fürs Ganze !

Drum ruf` ich wie Ihr so feurig und gern:
Heil unsrer Tat und Heil dem Stern,
der uns vereinigt von nah und fern !

Und Heil der Hand, die den Segen webt,
der Hand, die gastlich zum Gruße sich hebt,
die königlich schützend über uns schwebt!


Mit ungeheuchelter Empfindung und in dem dumpfgrollenden Donnerton vorgetragen, welcher dem mächtigen Organ Grunerts eigentümlich war, hatten die wunderlichen Dreizeiler bei dem weiblichen Teile der Versammlung einen so reichlichen Tränenerfolg, daß die Stimmung sich zu trüben, zu verweichlichen drohte. Da erschien zum Dessert, die Gesellschaft überraschend, König Maximilian, begleitet von einem einzigen Flügeladjutanten, Freiherrn von Leonrod. Empfangen von stürmischen Zurufen, verweilte Seine Majestät eine volle Stunde in unserer Mitte, ließ sich bald hier, bald da an der Tafel nieder und bezauberte alle, die Frauen vor allem, durch herzgewinnende Anmut und Leutseligkeit. Bevor er aufbrach, erhob er das Glas und sprach mit fester, weithin tönender Stimme: „Mit hoher Freude trinke ich auf das Wohl der berühmten Gäste meiner Bühne und auf das Gedeihen der dramatischen Poesie und Kunst in Deutschland.“ Welches Echo die königlichen Worte in dem weiten Saal erweckten, wie, gleichzeitig mit den Kandelabern und Lüstern in den dunkel werdenden Räumen, gesellige Lust und künstlerische Begeisterung immer heller emporflammten, - dergleichen vergisst sich niemals.

Und doch - es lagen mir mühsam verborgen, zuweilen unwillkürlich hervortretend, finstere Schatten über meiner Stimmung, schwere Sorgen und Ahnungen auf meinem Herzen. Meine Tischnachbarin, Julie Rettich, von Wien her mir und meiner Frau nahe befreundet, fragte mich: ,,Was haben Sie? Sie sind nicht bei uns!“ Was ich hatte? Vor meinen Augen, mir allein lesbar, tauchte es auf in dunklen Zügen an der glänzenden Marmorwand des Festsaals, das warnende Mene Tekel. Dienstag, den 18. Juli, während der ersten Darstellung des „Faust“, war Polizeidirektor Düring - Graf Reigersberg saß schon auf der Ministerbank - in meine Loge gekommen „zu einer dringenden Mitteilung“, wie er sagte. Wir gingen hinaus, im Korridor auf und nieder. Mit beklommenem Ton fragte er, ob ich noch viel im Theater vorhabe, wie lange das Gesamtgastspiel dauern werde? Nun neigte sich gerade der fünfte Abend seinem Ende zu, und bei dem wachsenden Erfolg durfte ich an ein Dutzend weitere Aufführungen denken. Düring flüsterte kopfschüttelnd: „Machen Sie, daß Sie fertig werden. Rasch Ihre Ernte unter Dach gebracht. Es ist ein Unwetter im Anzuge, das wir nicht lange mehr verheimlichen können. Eben komme ich ans dem Krankenzimmer in Ihrem Hause. Ein junger Bursch ist aus dem Parterre dahinein und sofort weiter, ins Spital geschafft worden. Armer Teufel! Heut Abend erst ist er aus Zürich zugereist und sofort ins Theater gestürzt, um die Seebach als Gretchen zu sehen. Ehe sie aufgetreten, ward er hinausgetragen. Sein Ränzel liegt in der Garderobe. Polizeiarzt und Theaterarzt sind einer Meinung . . . Die Cholera.“

Das sogenannte ,,Gesamtgastspiel“ entsprang der Idee Dingelstedts, die namhaftesten und interessant testen Schauspieler Deutschlands zu gemeinsamem Gastspiel bei Mustervorstellungen und Schauspieltestvorstelligen des Münchner Hoftheaters im Sommer 1854 zusammenzubringen und dabei für jede Rolle, bis herab zu den kleinsten, einen vollwertigen Darsteller zu haben. Jm Jahre 1880, in der Zeit vom 1. mit21.Juli, fand unter Karl v. Perfalls Intendanz und Ernst Possarts künstlerischer Leitung eine Art Wiederholung des ,,Gesamtgastspiels“, gleichfalls mit außerordentlichem künstlerischen Erfolg statt.

Von den unter den Münchner Mitwirkenden Genannten ist besonders Ferdinand Lang (1810-1882), erwähnenswert, der Jahrzehnte hindurch der volkstümlichste Komiker Münchens und gewissermaßen das letzte Alt-Münchner Original war. - ,,Der König von Sachsen“: Friedrich August II. (1797-1854), starb an den Folgen eines Sturzes aus dem Wagen zu Brennbüchel bei Imst in Tirol am 9. August 1854.- ,,Der Kurfürst von Hessen“: Friedlich Wilhelm I. (1802-1875), seit 1847 Kurfürst, der letzte Fürst seines Landes (Hessen-Kassel) vor dessen Annexion durch Preußen im Jahre 1866; Dingelstedt selbst war Hesse, daher nennt er den Kurfürsten seinen Landesvater. - Frau Jenny Dingelstedt-Lutzer (1816-1877), ausgezeichnete Sängerin, seit 1844 mit Franz Dingelstedt verheiratet.


Abb. 1 Einzug der ausländischen Berichterstatter zum Gesamtgastspiel im Hoftheater. Aus den „Fliegenden Blättern“
Abb. 2 Aloys Senefelder, Erfinder der Lithographie. Steinzeichnung von Franz Hanfstaengl (1834)
Abb. 3 Geheimrat Friedrich Wilhelm Thiersch, Universitäts-Professor Steinzeichnung von L. Thiersch

 

Peter Georg SeilerPeter Georg Seiler wurde 1959 in der deutschen Schweiz geboren. Er versteht das Leben als „Circle“ in welchem das Ende stets den Anfang des nächsten Kreises markiert. Zufälle existieren für ihn nicht.

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