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Das ziemlich unregelmäßig angelegte Gebäude stammt aus älterer Zeit (dergl. S. 61), die Fassade nach dem Schrannenplatze zu und der Turm mit dem Schwibbogen, welcher das Tal und den Platz verbindet, verdanken ihre jetzige Gestalt dem durch Karl Theodor 1779 angeordneten Um- und Neubau. Sehenswert ist der durchweg neu dekorierte große Saal, worin oben am Gesimse die Wappen von hundert angesehenen Geschlechtern und Städten, überdies auch die schwantaler'schen Modelle zu den im Saalbau ausgestellten Kolossalstatuen Wittelsbachischer Fürsten, mit Ausnahme der Könige Karl XI. und Karl XII. von Schweden. Der kleine Rathaussaal enthält vier alte Gemälde, welche die Münchner Stadttore aus älterer Zeit darstellen.

 

Aus: München mit seinen Kunstschätzen und Merkwürdigkeiten, nebst Ausflügen in die Umgegend, vornehmlich nach Hohenschwangau und Augsburg. Neuestes und vollständiges Handbuch für Fremde und Einheimische von Rudolph und Hermann Markgraff. 1846

 

Peter Georg SeilerPeter Georg Seiler wurde 1959 in der deutschen Schweiz geboren. Er versteht das Leben als „Circle“ in welchem das Ende stets den Anfang des nächsten Kreises markiert. Zufälle existieren für ihn nicht.

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