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Peter Georg Seiler

Ich schlage die Zeitung auf und denke beim Anblick der glücklich winkenden Person, na schau mal, der Biolek hat es aber ganz schön weit gebracht. Erst beim Lesen der Headlines wurde ich gewahr, dass es hier nicht um ein neu erschienenes Kochbuch ging, sondern es sich um den neu gewählten Papst handelt. Vom Alfredissimo zum Pontifex? Heiligs Käschtle! Was für ein Aufstieg! Aber auch wieder falsch. Ich brauche wohl doch die Lesebrille. So...aha...was für ein Lapsus. Zum Glück hat es keine Menschenseele bemerkt.

Nun Verwechslungen sollen ja vorkommen. Ja nun ist es endlich so weit. Die ehmalige Kolonie schlägt zurück! Muss eine harte Nuss gewesen sein, so viele Wahlgänge und der ganze Rauch. Aber dann...Tatää!... und der erste Papst aus Südamerika war gewählt. Womit nun Argentinien Papst ist, aber da Argentinien früher Spanisch war ist natürlich auch Spanien nun ein bisschen Papst. Und da er sich Franziskus nennt nach dem heiligen Franz von Assisiist natürlich auch Italien Papst. Und wenn wir so weiterschauen, ist der Franz bisher nur Grantl-Kaiser-Name nun auch noch Namensträger im Vatikan, womit auch Deutschland wieder ein bisschen Papst ist. Phuu...hat ein weing gedauert mit der Schleife, aber erfolgreicht versenkt. Diese Wahl wird schon bald ihre ersten süßen Früchte tragen, das ist sicher. In Brasilien herrscht, soviel ich gehört habe, schon einmal prophylaktische Staatstrauer, denn mit der Wahl eines Argentiniers zum Papst ist die Erringung des Weltmeistertitels im eigenen Land natürlich in ganz weite Ferne gerückt. Also merke: Blauweiß wird Weltmeister und damit kommt Bayern auch wieder ins Spiel mit blauweiß karierten Tischtüchern liegt man an jedem Oktoberfest voll im Trend. Ebenfalls ein herber Verlust ist die Wahl für die italienische Café-Kultur, die nun dem täglichen Mate-Teeschlürfen weichen wird. Auch das Stadtbild im Vatikan wird optisch eine Retousche erfahren, wenn statt TopolinosGauchos über das Kopfstein pflastern. Pizzadüfte kennt man in zehn Jahren nur noch aus Märchen-Geschichten, die an Lagerfeuern um den Trevibrunnen herum erzählt werden und auf der spanischen Treppe wird endlich getanzt und keine Bußzettel fürs Essen eines Sandwiches mehr verteilt. Ja, es wird ganz schön was los sein in der zukünftigen Metropole mit südamerikanischem Flair. Schon klar, dass Berlusconis Favorit der brasilianische Kandidat gewesen war, in der Hoffnung für sein Bunga Bunga endlich eine Absolution zu erhalten.Tja, das war wohl nichts. Ich freue mich auf jeden Fall schon, wenn vielleicht schon nach Ostern Evita vom Balkon erschallt und nächstes Jahr... wird Lionel Messi sowieso zum Messias!

 Also dann bis bald!

PGS 

P.S. Sagte eine Ente zur anderen: " Hee wos mochst im Sommer hä, Iii geh zum Brutzeln an See und duu?" - "Nää", sagt die andere,"Iii los mi auf der Wies`n brutzeln".

 

Peter Georg SeilerPeter Georg Seiler wurde 1959 in der deutschen Schweiz geboren. Er versteht das Leben als „Circle“ in welchem das Ende stets den Anfang des nächsten Kreises markiert. Zufälle existieren für ihn nicht.

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