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Abb. 1 Junge Münchnerinnen im Sonntagsstaat. Zeitgenössische SteinzeichnungDie hiesigen Kaffeehäuser lassen sich nach „zu ebener Erde“ und „ersten Stock“ unterscheiden oder auch in Weiber-, Männer-, Vormittags-, Nachmittags- und Abend- Kaffees. Bürgerfrauen, meistens der geringern Gewerbe, Marktweiber, Händlerinnen, Köchinnen stellen sich in jenen ein, und ruhen sich da ein Stündchen aus. Bekannt als weibliche Kaffeehäuser sind Heitmayer am Petersfreithofe, cidevant Hammer an der Burggasse, Kastner am Viktualienmarkt, Walser und vormals Gießer, dann Seethaler

Abb. 1 Maskenfest im alten Rathaussaal. Radierung von F. BollingerDas „Münchner Hundert und Eins“, das Daxenberger im Jahre 1840 unter dem Pseudonym E. Fernau erscheinen ließ, und dem dieses und einige folgende Stücke entnommen sind, ist eine der zuverlässigsten Quellen der Erkenntnis Münchner Zustände und Verhältnisse in der Biedermeierzeit. Über Künstlerfeste schreibt er:

Die schönsten jungen Leute, die kräftigsten Charaktere und - die besten Stimmen sind unter den Malern.

Bildnis der Agnes Bernauer. Um 1600Der Beitrag von Kurt Pfister, entstammt der Buchreihe:
Städte und Landschaften, Augsburg - Eine Monographiereihe. Aus dem Jahre 1948

Aus dem Schatten der Jahrhunderte treten die blassen und verschwimmenden Umrisse eines rührenden Antlitzes hervor. Das Bildnis der Augsburger Baderstochter Agnes Bernauer, die vor fünfhundert Jahren, am 12. Oktober 1435, in Straubing ertränkt wurde, weil sie in unebenbürtiger Ehe dem Bayernherzog Albrecht verbunden war, kann dem Menschen unserer Tage nur in ungefährer und andeutender Zeichnung vergegenwärtigt werden.

Peter Georg SeilerPeter Georg Seiler wurde 1959 in der deutschen Schweiz geboren. Er versteht das Leben als „Circle“ in welchem das Ende stets den Anfang des nächsten Kreises markiert. Zufälle existieren für ihn nicht.

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