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Tourismus
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Montag, den 01. Februar 2010 um 12:12 Uhr |
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Abb. 1 Harlaching nächst München. Nach einer Zeichnung von Georg Dillis vom Jahre 1789.
J. Suttner in seinen ,,Vermischten Schriften“ (1828).
Ein lustiger Hügel gewährt hier die Ansicht der steinernen Hauptstadt, Wie sie in des Himmels Blau schneidet der Hänger Kontur, Und weithin die Ebene decket mit ragenden Türmen und Giebeln, Durch Pappelalleengebüsch südlich und westlich begrenzt.
Es dränget sich zu dem Riesengebäude des herrlichen Domes Der Häuser steinerne Last, tausendmal wechselnd die Form - Es hat die neueste Zeit viel Großes und Schönes geleistet, Doch nur das Theater allein hat sie zur Höhe gebracht. Auf dieser freundlichen Höhe huldigte Lorrain der Muse, Er baute ein niedliches Schloß, weihte dasselbe der Kunst Und sammelte Bilder im Tale an dem chaotischen Flußbett, Das launig seine Gestalt ändert, wie Nebel die Luft. Auch Balde, der zarte Sänger, deß Ruhm das Ausland verewigt, Erhob hier dankbar zu Gott deiner Begeisterung Lied.
,,Das Theater hat sie zur Höhe gebracht“ - das ist ganz natürlich aufzufassen; das 1811-1818 von Karl von Fischer erbaute, am l4. Januar 1823 niedergebrannte und von Leo von Klenze wieder aufgebaute Hoftheater ist einer der wenigen neuen Bauten, die damals für die Silhouette des Stadtbildes bestimmende Geltung gewannen.
Claude Gellée, genannt Lorrain (1600-1682), soll einmal in dem Harlachinger Schlößchen gewohnt haben; indessen ist das Schlößchen erst nach 1700 erbaut, und die Geschichte weist den Aufenthalt des berühmten Malers in Harlaching in das Reich der Fabel.
Der Jesuit Balde (1604-1668) war als Dichter frommer neulateinischer Gesänge von gediegenem Inhalt und erstaunlicher Formgewandtheit nicht ohne Bedeutung.
Abb. 1 Harlaching nächst München. Nach einer Zeichnung von Georg Dillis vom Jahre 1789. |