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Der Bock is a` Dichter,
Wie ma` gar koan` so hamm.
Schau! Veigerln und Radi,
All`s reimt er ihm z`amm.

Und der Bock is a` Maler,
Da halt i` was d`rauf;
Wie alt aar a` Kopf is,
Er frischt`n no’ auf.

Und der Bock is mei` Spezi,
Mir kennen uns lang,
Und macht ma`, versteht si`,
Sei` Stöß`n nit bang.

Und der Bock is a` Rößl,
Gar scharf in sein Lauf,
Und wirst`s mi` heunt a`,
Sitz` i morg`n wieder auf.

Und der Mai is a Vater, `
Der Bock is sei` Bua.
Hätt` er mehra so Kinder,
Wie gaang`s nacha zua!

Und a` Bock ohni Mai,
Es is dengerscht a` Freud`;
Aber a` Mai ohni Bock?
Bua ! Da, sag i`, waar`s g`feit.

Mi`n Bock a` wen`g raffa,
Deselbi nimm g`ring,
Wirfst du eahm, wirst er di`
Es is ja oa` Ding.

Abb. 1 Titelblatt. Zeichnung von Eugen Napoleon Neureuther
Abb. 2 Auf der Föhringer Terrasse. Aquarell von Wilhelm von Kobell.
Abb. 3 Aus dem Englischen Garten. Steinzeichnung von E. Kirchner (1841)

 

Peter Georg SeilerPeter Georg Seiler wurde 1959 in der deutschen Schweiz geboren. Er versteht das Leben als „Circle“ in welchem das Ende stets den Anfang des nächsten Kreises markiert. Zufälle existieren für ihn nicht.

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