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Wirtshaus in ZirlZwei Weintafeln des 17. Jahrhunderts im Germanischen Museum Nürnberg.

von Hans Bösch (1849-1905) deutscher Kulturwissenschaftler und Publizist

 

Der Deutschen Neigung zum Trunke macht es erklärlich, dass es schon im Mittelalter an Schenken aller Art nicht fehlte. Außer den öffentlichen Wirtschaften gab es noch Trinkstuben, welche nur bestimmten Gesellschaftskreisen zugänglich waren: Herrentrinkstuben für Angehörige der Geschlechter und reiche Kaufleute, dann Trinkstuben der verschiedenen Innungen auf den Herbergen derselben. Die Einrichtung der öffentlichen Schenken mag eine sehr primitive gewesen sein, und auch die Gasthäuser boten den Reisenden keinen angenehmen Aufenthalt. Die fürstlichen Personen, welche eine Reise machten, stiegen in der Regel mit samt ihrem Gefolge bei vornehmen Bürgern der betreffenden Stadt ab, Kaufleute manchmal bei ihren Geschäftsfreunden, überhaupt war früher die Inanspruchnahme der privaten Gastfreundschaft aller Kreise eine viel lebhaftere als heutzutage. Bei der großen Reiselust, welche trotz der mangelhaften Verkehrsmittel schon damals in Deutschland herrschte, blieb aber doch noch immer eine große Anzahl Reisender auf die Gasthäuser angewiesen. Weiterlesen

Peter Georg SeilerPeter Georg Seiler wurde 1959 in der deutschen Schweiz geboren. Er versteht das Leben als „Circle“ in welchem das Ende stets den Anfang des nächsten Kreises markiert. Zufälle existieren für ihn nicht.

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